Frauen bilden…

Frauen bilden – mit und ohne Kind(er)

Der Verein will mit Angeboten zur Weiterbildung dazu beitragen, dass sich Frauen sozial und finanziell absichern und dadurch einen Schutz vor Altersarmut gewährleisten können. Optimal wäre ein „geschützter“ Raum in einem eigenen Bildungshaus mit qualifizierter Kinderbetreuung, in dem auf die Lebenssituation in Schule, Beruf und Familie eingegangen wird. In Seminaren, Workshops, Vorträgen und Gesprächsforen sollen Frauen optimalen Freiraum zum Lernen, systematischen Arbeiten, Diskutieren und Entspannen erhalten.

Zur Zeit bietet SOFIA Kooperationen für Bildungsveranstaltungen an.


Sofia-Buchstaben im Gras

Starke Frauen

(Online Publikation: Angela Struckmeyer, Persönlichkeit und Bildung, 08. März 2018)

Sie hießen Klara Zetkin, Käte Duncker und Rosa Luxemburg. Ihrem Kampf verdanken Frauen das Wahlrecht, den Arbeits- und Mutterschutz und die 40-Stunden-Arbeitswoche. Wir sollten diese Tatsachen mehr würdigen, Ladies!

Nicht schlecht, was unsere Urgroßmütter für uns getan haben. Alle „metoo’s“ und „time’s up“ haben nicht halb so viel Gewicht.

Mehr Selbstachtung nach außen braucht es, mehr NEIN-Sagerinnen braucht es und mehr laute Anklagen braucht es in der Welt.

Frauen nehmen heute fast gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teil, ihr Qualifikationsniveau ist sehr hoch. Sie stellen über 50 % Prozent der Studienberechtigten und knapp die Hälfte der Hochschulabsolventen. Weil Frauen aber auch bei uns immer noch nicht gleich entlohnt werden wie ihre männlichen Kollegen und weil die qualifizierten Managerposten in der Chefetage immer noch zu 90 % von Männern besetzt werden, deshalb sollte sich jede Frau stark machen und für die Abschaffung der Ungleichbehandlung kämpfen.

„Die Botschaft ist einfach: Solange Frauen nicht einen gleichwertigen Anteil in der Arbeitswelt erreicht haben, werden sie weiter marginalisiert werden – und zwar in jedem gesellschaftlichen Bereich. Was gut ist für Frauen, ist auch gut für Männer und Familien, für Unternehmen, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Lassen Sie uns zusammen an einen Wandel arbeiten, von dem wir alle profitieren werden.“ Eleanor Tabi Haller-Jorden ist Präsidentin und CEO der The Paradigm Forum GmbH (TPF), einer globalen Beratungs- und Denkfabrik, die an der Schnittstelle von sozialer Gerechtigkeit und Innovation am Arbeitsplatz arbeitet.

JETZT und gleich, nicht erst nach zwanzig Jahren verschämtes, kleinlautes Aufbegehren einiger prominenter Opfer männlicher Willkür. Wenn etwas falsch läuft, dann darf nicht geschwiegen werden.

Der 8. März wird oft belächelt, ja nicht mal richtig wahrgenommen. Wenn überhaupt, sieht man ihn als Überbleibsel einer Frauenbewegung des vergangenen Jahrhunderts an, als die 68er noch für gleiche Rechte für Mann und Frau auf die Straße gingen. Manch einer sieht den Internationalen Frauentag fälschlicherweise als Reliquie des Sozialismus.

Weil Frauen auf der ganzen Welt noch immer ungleich behandelt werden, weil Frauen nach wie vor ausgebeutet werden, weil Mädchen in vielen Ländern der Erde nicht die gleiche Bildung erhalten wie Jungen, weil Mädchen und Frauen auch heute misshandelt, missbraucht und versklavt werden und ihnen jegliche Rechte abgesprochen werden, sind wir geradezu verpflichtet, uns stark für die Schwachen stark zu machen und diesen Tag laut und eindringlich zu begehen.

„Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben…“ (Viviane Reding, Mitglied des Europäischen Parlaments)